Sibylle M Rosenboom ist eine zeitgenössische Malerin aus Darmstadt, deren Werk sich im Spannungsfeld von Geometrie, Farbe und räumlicher Wahrnehmung bewegt. Ihre Kunst ist geprägt von klaren Formen, subtilen Farbkontrasten und einer tiefen räumlichen Wirkung. Sie folgt den Prinzipien der Konkreten Richtung: ohne Symbolik, rein visuell und formal durchdacht.
Im Zentrum ihres Schaffens steht das Quadrat. Doch bei Rosenboom ist es weit mehr als ein geometrisches Element: Es wird zur Bühne für räumliche Inszenierungen, zum Träger von Licht und Tiefe. Ihre Bilder entfalten sich durch Staffelung, Überlagerung und fein abgestimmten Farbkompositionen. So entstehen architektonisch anmutende Konstruktionen, die ein visuelles Vexierspiel zwischen Fläche und Raum, Vordergrund und Hintergrund erzeugen, ein Spiel, das den Blick herausfordert und zugleich beruhigt.
Handwerkliche Genauigkeit kombiniert mit feiner Bildpoesie prägen Rosenbooms Werk, welches heute zu den eigenständigen Positionen der Konkreten Kunst im deutschsprachigen Raum zählt. Für ihre Bildsprache wurde sie 2002 mit dem Mühltaler Kunstpreis ausgezeichnet und 2015 für den internationalen André-Evard-Preis für Konkrete und Konstruktive Kunst nominiert. Sie ist mit ihren Arbeiten in privaten und öffentlichen Sammlungen vertreten und ihre Werke werden national und international in Ausstellungen und auf Messen gezeigt.